Neue Blog-Serie: Wir sind dabei, uns in einem Transformationsprojekt mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) weiterzubilden, um unser Haus zugänglicher zu machen.
Ja, es stimmt. Den Titel habe ich absichtlich so gewählt, dass man kurz irritiert ist und wissen will, was das jetzt wieder soll. Darum: Danke fürs Weiterlesen! Denn das Thema hat in der Tat mehr Aufmerksamkeit verdient.
Es geht um ASS. Also um Autismus-Spektrum-Störungen. Seit Neuem ist das Millers nämlich dabei, sich im Rahmen eines Transformationsprojektes von Stadt und Kanton damit und auch mit anderen Ausprägungen von Neurodiversität weiterzubilden.
Das Ziel: Unser Haus soll auf allen Ebenen (Programm, Team, Umsetzung von speziellen Nachmittagen und Abenden) auch für Menschen mit ASS ein Zuhause werden.
Aktuell sind wir in der Lern- und Recherchephase. Wir lesen und tauschen uns mit Betroffenen und Angehörigen aus und eruieren, was fehlt und was es braucht, damit wir dieses Ziel erreichen. Und damit wir auch als Arbeitgeberin entsprechende Chancen bieten können.
Für das Publikum planen wir zudem Relaxed Performances. Also Vorstellungen, die sich auch für Menschen eignen, denen es sonst schwerfällt, ins Theater zu gehen. Zum einen, weil Vorstellungen oft zu laut und unberechenbar sind, zum anderen, weil dunkle Räume, Applaus und geschlossene Türen für viele zu grosser Stress bedeuten.
Aber auch, weil viele Menschen mit ASS oder Angehörige wie Eltern von ASS-betroffenen Kindern sich gar nicht erst ins Theater trauen. Die Angst ist meist zu gross, aufzufallen oder gar als Störung wahrgenommen zu werden. Zum Beispiel, weil Menschen mit ASS den Raum verlassen möchten, um sich in eine Ruhezone zurückzuziehen oder ihre Gefühle anders ausdrücken, als man es in unserer Gesellschaft gemeinhin erwartet.
Wir freuen uns sehr auf dieses Projekt. Zum einen, um möglichst vielen Menschen den Zugang zum Theater zu ermöglichen. Zum anderen, weil wir gerade enorm viel lernen und realisieren, wie viele der entsprechenden Bedürfnisse auch dem breiten Publikum zu schaffen machen. In unseren hektischen, lauten Zeiten sind viele von uns völlig überflutet von Reizen und davon, dass wir nicht wissen, was uns als nächstes erwartet. Diese Erkenntnisse bringen uns dazu, unsere Arbeit noch mal gründlich neu zu denken. Nicht nur was die Bühne anbelangt, sondern auch in Bezug auf Informationen wie beispielsweise klaren Angaben auf der Homepage, um sich im Vorfeld gut vorbereiten zu können und sich sicherer zu fühlen.
Dies ist mein erster Text zum Thema. In unserem neuen Blog «Im Wandel» halten wir euch fortan regelmässig mit Beiträgen auf dem Laufenden und freuen uns sehr auf Inputs und Fragen eurerseits.
Alles Liebe
Eure Millers
Das Millers Theater ist dabei, sich im Rahmen eines Transformationsprojektes von Stadt und Kanton Zürich mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und auch mit anderen Ausprägungen von Neurodiversität weiterzubilden. Das Ziel: Unser Haus soll auf allen Ebenen (Programm, Team, Umsetzung von speziellen Nachmittagen und Abenden) auch für Menschen mit ASS ein Zuhause werden. In der Blog-Serie «Im Wandel» halten wir euch fortan regelmässig mit Beiträgen auf dem Laufenden und freuen uns sehr auf Inputs und Fragen eurerseits.