Ein wunderbar tiefgründiges und unterhaltsames Stück zwischen Zirkus, Performance und Poesie – grosses Theater von Weltformat in all seiner Essenz.
HAS BEEN ist die erste Zusammenarbeit zwischen dem international gefeierten Zürcher Choreografen und Performer Martin Zimmermann (Schweizer Grand Prix Darstellende Künste 2021 / Hans-Reinhard-Ring 2021) und dem weltbekannten Choreografen und Tänzer Sidi Larbi Cherkaoui (Zusammenarbeit mit Lady Gaga, Beyoncé, Madonna u.v.m.). In dieser Kreation erforschen die beiden auf humorvolle und einfühlsame Weise die gesellschaftlichen Facetten der Vergänglichkeit und denken über ihre eigene künstlerische Sterblichkeit nach. Beide Künstler beeinflussen die zeitgenössische Zirkus-, Tanz- und Theaterwelt seit über 25 Jahren massgebend. In ihrer ersten Kollaboration spüren sie Stufen des Zerfalls nach und machen sich einen Spass daraus, den Mythos des «Has Beens» zu zerlegen.
Auf der Bühne zieht die Zeit Körper und Kulisse langsam in Mitleidenschaft, macht Fassaden brüchig und bringt selbst das behütetste Selbstbild ins Wanken. Verzweifelt setzen sich die Figuren zur Wehr. Sie polieren, erfasst von tragikomischer Raserei, Oberflächen und flicken Risse. Doch dem Unausweichlichen entkommen sie ebenso wenig wie den Fragen, die sich immer häufiger aufdrängen: Wie umgehen mit dem Altern? Wie relevant bleiben? Und was geschieht, wenn der letzte Vorhang fällt?
Vom Komponisten Alexandre Dai Castaing und den Musikern und Performern Kaspy N'dia und Kazutomi «Tsuki» Kozuki begleitet, erschaffen Zimmermann und Cherkaoui ein Universum, in dem Schweizer Dadaismus mit belgischem Surrealismus verschmilzt. Hier stehen die Naturgesetze Kopf und die Bewegungssprache verkehrt sich ins Skurrile. Ein absolutes Juwel der Bühnenkunst! Don’t miss.
STATEMENTS
Sidi Larbi Cherkaoui über Martin Zimmermann:
«Die Zusammenarbeit mit Martin ist enorm unterhaltsam und zutiefst inspirierend. Seine furchtlose Annäherung ans Tragikomische erzeugt eine ungeschönte Ehrlichkeit, die gut zu unserer gemeinsamen Erforschung von Bewegungen und Emotionen passt. Meine eigene Arbeit fusst im Körperlichen und der Gestik. In Verbindung mit Martins tragikomischen Figuren und seinen lebendigen Bühnenbildern ergibt sich eine dynamische Synergie. Zusammen erschaffen wir einen Ort, an dem sich Humor und Verletzlichkeit treffen, an dem sich Grenzen verschieben und eine authentische Verbindung heranwächst. Es ist mir eine Ehre, unsere Welten miteinander zu vermischen und zu sehen, wie aus unseren beiden Handschriften etwas zutiefst Menschliches entsteht.»
Martin Zimmermann über Sidi Larbi Cherkaoui:
«Ich verfolge Larbis Karriere schon seit Beginn. Wir haben zur selben Zeit und sehr jung damit begonnen, unsere eigenen Produktionen zu erarbeiten. Ich staunte über sein eklektisches Arbeiten zwischen Theater und Tanz, die choreografische Handschrift, die er entwickelte, und über seine Höhenflüge. Larbi begibt sich seit jeher in unkomfortable Zonen, um daraus Kreativität zu schöpfen. In dieser Herangehensweise an die Kunst erkenne ich mich selbst wieder. Wir tragen tief in uns drin viele Gemeinsamkeiten, die ausmachen, dass ich mich bei ihm unglaublich wohl und in meinem Schaffen verstanden fühle. Unsere Handschriften allerdings sind komplett verschieden. Das macht die anstehende Zusammenarbeit umso spannender: Ich freue mich sehr auf diese vielversprechende Reibung und den künstlerischen Austausch.»
CREDITS
Konzept, Choreografie, Inszenierung: Sidi Larbi Cherkaoui, Martin Zimmermann
Kreiert mit und interpretiert von: Sidi Larbi Cherkaoui, Martin Zimmermann, Alexandre Dai Castaing, Kaspy N’dia, Kazutomi 'Tsuki' Kozuki
Bühnenbild: Martin Zimmermann
Musik Komposition: Alexandre Dai Castaing
Künstlerische und choreografische Mitarbeit: Romain Guion
Kostüme: Susanne Boner
Dramaturgie: Sabine Geistlich
Licht design: Mark Van Denesse
Sound design: Andy Neresheimer
Movement-Coaching: Nelson Parrish Earl, Dimitri Jourde, David Lagerqvist
Technische Konzeption: Ingo Groher, Christiane Voth
Bühnenbildbau: Ingo Groher, Ateliers Théâtre Vidy-Lausanne
Motorisation Bühnenbild: Thierry Kaltenrieder
Objekt-Entwickung, -Bau: Noé Wetter
Visuelle Mitarbeit: Simeon Meier
Theatermalerin: Michèle Rebetez-Martin
Accessoires: Atelier CLSFX Paris, Eric Rihs
Licht: Jan Olieslagers, Jérôme Bueche
Ton: Franck Bourgoin, Andy Neresheimer
Stage Manager: Ueli Kappeler, Jérôme Bueche
MZ Atelier:
Administration,Vertrieb: Alain Vuignier
Internationale Produzentin: Claire Béjanin
Junior International Producer: Manon Lacoste
Technischer Leiter: Ueli Kappeler
Kommunikation und Fundraising: Zoé Richardet
Eastman:
Executive producer: Gert Van Overloop
Company manager: Ann Marcelis
Artistic associate: Stephan Laks
Production: Lars Boot
Communication: Jonas Schildermans
Produktion: MZ Atelier und Eastman
Koproduktion: Cultuurhuis de Warande, Manège Maubeuge, Scène nationale – Pôle international de production et de diffusion, Theater Casino Zug, Theater Winterthur, Kurtheater Baden, Anthéa– Antibes, L’Empreinte – Scène Nationale Brive-Tulle, Theater Rotterdam, Perpodium Antwerpen
Mit finanzieller Unterstützung des «Tax Shelter»-Programms der belgischen Bundesregierung.
Unterstützt von: René und Susanne Braginsky Stiftung
Dank an: Theater Neumarkt, Schauspielhaus Zürich, Tanzhaus Zürich, Millers Theater
Speziellen Dank an: Léone Kündig und Daniel Kündig
Premiere: 24. September 2026, Cultuurhuis de Warande, Turnhout, Belgien
Dauer: ca. 1h 15
Genre: Tanz / Theater / Zirkus
Altersgrenze: ab 12 Jahren
Martin Zimmermann / MZ Atelier wird von der Stadt Zürich Kultur, der Fachstelle Kultur Kanton Zürich und von Pro Helvetia, der Schweizer Kulturstiftung, unterstützt. Zimmermann ist Artist in Residence am Manège Maubeuge, Scène nationale – Pôle international de production et de diffusion und Associated Artist am Millers Theater Zürich.
Eastman wird von der flämischen Regierung unterstützt.
BIOGRAFIEN
Sidi Larbi Cherkaoui
Sichtbarkeit in der Tanzwelt erlangte Sidi Larbi Cherkaoui erstmals als aussergewöhnlich gelenkiger Performer in Variété-Shows, Tanzclubs und im Fernsehen. Daraufhin stiess er mit seiner Genter Kompanie «Les ballets C de la B» zu Alain Platels Iets op Bach. In dieser Umgebung erschuf Cherkaoui für das Tanzstück Rien de Rien (2000), bei dem er sowohl als Regisseur als auch als Tänzer fungierte, seine erste Gesamtchoreografie. Diese brachte ihm einen Nijinski Award ein. Zu seinen darauffolgenden bekannten Produktionen gehören d’avant (mit Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Luc Dunberry und Damien Jalet, 2002), Tempus Fugit (2004) und Apocrifu (2007). Sie alle erweiterten und festigten seine Handschrift.
Cherkaouis unstillbare Neugier gegenüber anderen Bewegungssprachen und künstlerischen Traditionen führte zu transformierenden Erfahrungen: So arbeitete er mit dem Kathak-Virtuosen Akram Khan (zero degrees, 2005), den Kampfmönchen des Shaolin-Tempels in China (Sutra, 2008), der Flamenco-Tänzerin Maria Pagés (Dunas, 2009), der Kutchpudi-Tänzerin Shantala Shivalingappa (Play, 2010), dem physischen Tanztheatermacher Wim Vandekeybus (It 3.0, 2011) und dem Aushängeschild des irischen Nationaltanzes, Colin Dunne (Session, 2019), zusammen. Den Anfangspunkt seiner Werke bildet stets die eigene Erfahrung mit der Fluidität. Cherkaoui wächst als Kind einer belgischen Mutter und eines marokkanischen Vaters zwischen zwei Kulturen auf, arbeitet beruflich als Tänzer, Choreograf, Bühnenregisseur und Komponist und somit in verschiedensten Disziplinen gleichzeitig. Er erkundet seine Identität und setzt sich im Zuge dessen mit komplexen Dynamiken zwischen Gesellschaftsgruppen, Geschlechterrollen und Glaubenssätzen auseinander. Häufig denken Cherkaouis Werke über Grenzen nach und übersetzen die Thematik der Diskriminierung in Bewegung. Während sie sich mit dem Anderssein befassen, arbeiten seine Stücke immer auch geteilte Erfahrungen heraus, woraus sich eine verbindende Wirkung ergibt.
Sidi Larbi Cherkaoui ist aktuell künstlerischer Leiter des Ballet du Grand Théâtre de Genève sowie seiner eigenen Kompanie Eastman. Zudem ist er Associate Artist am Londoner Sadler's Wells und am Théâtre National de Bretagne. Zu den vielen Auszeichnungen, die er während seiner Karriere erhielt, gehören zwei Olivier Awards, drei Tanz-Auszeichnungen als bester Choreograf (2008, 2011, 2017), der Jacob's Pillow Dance Award und der «Ultima», den die flämische Regierung für allgemeine kulturelle Verdienste vergibt.
Martin Zimmermann
Der Choreograf, Theaterregisseur, Bühnenbildner und Performer Martin Zimmermann (1970) wuchs im kleinen Dorf Wildberg (CH) auf und absolvierte nach einer Lehre als Dekorationsgestalter in Zürich die Hochschule Centre National des Arts du Cirque (CNAC) in Paris. Mit dem Diplomstück Le Cri du caméléon (1995) ging er auf Welttournee und kehrte anschliessend in die Schweiz zurück, wo er begann, sein eigenes Universum zu entwickeln. Seine Stücke werden seither weltweit aufgeführt, unter anderem im BAM New York, Tokyo Metropolitan Theater, Théâtre de la Ville Paris, Sydney Opera House, Schauspielhaus Zürich, Théâtre Vidy-Lausanne, Semperoper Dresden oder im Kunstmuseum Fondation Beyeler. Zimmermanns Bühnenbilder wurden dreimal hintereinander mit dem Swiss Design Award ausgezeichnet. 2021 erhielt Martin Zimmermann die höchste Schweizer Theaterauszeichnung, den renommierten Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart-Ring 2021.
Seit mehr als 25 Jahren erfindet, choreografiert und inszeniert er visuelles und physisches Theater ohne Worte, dessen Mischung aus zeitgenössischem Zirkus, Tanz, Theater und spektakulären Bühneninstallationen ein grosses Publikum begeistert. Kunst für alle zugänglich zu machen und sich für mehr Inklusion und Vielfalt einzusetzen, sind Themen, die ihm besonders am Herzen liegen. Für seine Stücke erschafft er bizarre und seltsame Welten, in denen Alltagsgegenstände in parallele, oft absurde Welten verschoben werden. Er bricht mit Konventionen, enthüllt das Unsichtbare, lässt das Unwahrscheinliche als wahr erscheinen und regt das Publikum zu neuen Denkweisen an. Das Kernstück seiner Arbeit ist der Dialog zwischen dem menschlichen Körper und Objekten mit Eigenleben, die er in instabilen und bedrohlichen Umgebungen aufeinandertreffen und miteinander interagieren lässt. Der Mensch in seiner ganzen Komplexität steht im Mittelpunkt seines Interesses.
Für sein Schaffen besonders aussagekräftige Werke waren Hans was Heiri (2012), Hallo (2014), das sein erstes Solo markierte, und Eins Zwei Drei (2018). Aktuell auf Tournee ist Zimmermann mit Wonderful World, das in Zusammenarbeit mit dem Choreografen Kinsun Chan und dem Semperoper-Ballett entstand; mit Danse Macabre (2021) und mit seiner letzten Kreation Louise (2024).
Alexandre Dai Castaing
Alexandre Dai Castaing ist ein französisch-vietnamesischer Komponist und wohnt in der Schweiz. Er studierte klassisches Klavierspiel in Paris sowie zeitgenössische Musik, Jazz und Drumming in Genf.
Meist arbeitet er interdisziplinär, zu seiner künstlerischen Handschrift gehört das Vermischen unterschiedlicher Genres und kultureller Einflüsse. Sein musikalisches Universum ist inspiriert von Ryuichi Sakamoto, Björk, Claude Debussy, und KODO – letzteres eine japanische Band, mit deren Mitgliedern er des Öfteren zusammenarbeitet.
Dai Castaing hat bereits für diverse künstlerische und mediale Bereiche komponiert, unter anderem für Kinofilme, Opern- und Theaterstücke, für Werbefilme, Videospiele, Zirkusvorstellungen und das Fernsehen. Inzwischen hat er über vierzig choreographische Werke geschaffen und mit prominenten Namen aus der Welt des zeitgenössischen Tanzes, des Balletts und des Hiphops zusammengearbeitet – unter ihnen auch Sidi Larbi Cherkaoui. Im Juni 2024 kreierte Dai Castaing für Greenpeace Japan einen Kunstanlass, der auf den exzessiven Gebrauch von Plastik aufmerksam machte. Zudem komponierte er für Fashion-Shows, beispielsweise die Louboutin Show IV (2023, Paris Fashion Week), fürs Stück Romeo and Juliet von Diane Paulus (2024) und für die Wahlkampf-Kampagne von François Hollande.
Zu Dai Castaings jüngsten Projekten gehören neben Romeo and Juliet Peter PAN (2024, im Auftrag von HUNGdance / National Taichung Theater in Thaiwan) und Ukiyo-e (2022, Grand Théâtre de Genève, Weltpremiere unter der Regie von Sidi Larbi Cherkaoui).
Kazutomi 'Tsuki' Kozuki
Der Performer und Sänger Kazutomi ‘Tsuki’ Kozuki wurde in Japan geboren, wo er 2004 seine Karriere als Tänzer für die Baby-Q Dance Company begann. Fasziniert von der europäischen Tanzszene, nahm er an einem Casting des belgischen Regisseurs und Theatermachers Jan Fabre teil – und tanzte daraufhin in dessen Stück Requiem for a Metamorphosis (2007). 2008 lud ihn Sidi Larbi Cherkaoui ein, Teil von Origine zu werden. Das intime Projekt wurde im Toneelhuis und in Koproduktion mit De Bijloke aufgeführt. Beide Projekte führten zu einer Tanz-Magazin-Nomination Kozukis in der Kategorie «Bester Tänzer». Daraufhin blieb Kozuki in Antwerpen, um bei Eastman als Tänzer und Creator zu arbeiten. In diesem Rahmen tanzte er in Babel(words) (2010), TeZukA (2011), Puz/zle (2012), 4D(2013), 生长genesis (2013) und Shell Shock (2014). 2015 trat er mit der Theaterproduktion Pluto, die auf der preisgekrönten Manga-Serie von Naoki Urasawa und Takashi Nagasaki beruht, im Bunkamura in Tokyo auf. Er war in Cherkaouis Opernstücken Les Indes galantes (2016) und Alceste (2019) an der Bayerischen Staatsoper zu sehen, in Satyagraha (2017) am Theater Basel und in Idomeneo (2024) am Grand Théâtre de Genève. Daneben war er Gasttänzer am Opernballett Vlaanderen (Fall, 2015), in der Göteborgs Operans Danskompani (Icon, 2016, und Stoic, 2018) und am Ballet du Grand Théâtre de Genève (Ukiyo-e, 2022).
Zudem war er Teil der Werbung Dom Pérignon x Lady Gaga: The labor of creation (2023) und von Modepräsentationen der Designer Jan-Jan Van Essche (SUNU, CYCLE, RITE) und Yuima Nakazato. Aktuell tourt Kazutomi mit den Stücken Nomad (2019), Vlaemsch (chez moi) (2022) und Ihsane (2024) und performt eines von drei Solos in 3S (2020).
Zu seinen Arbeiten für andere Künstler*innen gehören Sinbad the Sailor mit Vladimir Ivanoff's Musik-Ensemble Sarband, Noctiluque mit dem japanischen Choreografen Kaori Ito, UMBRA mit dem zeitgenössischen Flamencokünstler Fabian Thomé und der Videoclip No Light, No Light von Florence + The Machine, choreografiert von Damien Jalet. Kazutomi hat zudem für The Boatman vom belgischen Visual Artist Hans Op de Beeck gemodelt.
Kaspy N’dia
Kaspy N’dia (geboren 1983) schloss 2010 seinen Musikstudiengang am Institut National des Arts in Kinshasa ab. Bis 2012 arbeitete er mit der Orangisation Croisade Nationale Drépanocytose (CND) zusammen, um Sichtbarkeit für die Sichelzellkrankheit zu generieren und sie zu bekämpfen.
N’dia forscht zurzeit am Centre d’Etudes et de Recherches sur les Valeurs Africaines (CERVA/RDC) und ist ein Coach im Programm L'Oeuvre de Suivi, d'Encadrement et de Protection des Enfants de la Rue (OSEPER), wo er sich dem Monitoring, Mentoring und dem Schutz von Strassenkindern widmet.
2013 trat er im Stück A Season in the Congo von Aimé Césaire auf, bei dem Joe Wright Regie führte und Sidi Larbi Cherkaoui als Co-Regisseur fungierte. Mit letzterem arbeitete er auch im Rahmen von 生长genesis zusammen. Für verschiedene Stücke komponierte er zudem Musik, mit der er in der Folge live auftrat. Darunter Fractus V und 4D+ von Sidi Larbi Cherkaoui, Stoic, eine Zusammenarbeit mit der GötebogsOperans Danskompani, und Nomad.
In jüngster Vergangenheit kreierte N'dia Spiegel, ein intimes und multidisziplinäres Theaterstück über Identität und Selbstbild in einer superdiversen Gesellschaft, bei dem er zum ersten Mal selbst Regie führte. Gemeinsam mit sieben Künstler*innen aus der Musik- und Tanzwelt ging er der Frage nach, wie man sich selbst durch die Augen anderer sieht. 350 von N'dia erstellte Porträts treffen während der Performance auf Musik, Tanz und Lyrik und erzeugen so eine zutiefst persönliche wie kollektive Erzählung. Spiegel wurde am Arenberg Theatre in Antwerpen aufgeführt und bedeutet einen grossen Meilenstein in N'dias künstlerischer und persönlicher Entwicklung.
Ein wunderbar tiefgründiges und unterhaltsames Stück zwischen Zirkus, Performance und Poesie – grosses Theater von Weltformat in all seiner Essenz.
HAS BEEN ist die erste Zusammenarbeit zwischen dem international gefeierten Zürcher Choreografen und Performer Martin Zimmermann (Schweizer Grand Prix Darstellende Künste 2021 / Hans-Reinhard-Ring 2021) und dem weltbekannten Choreografen und Tänzer Sidi Larbi Cherkaoui (Zusammenarbeit mit Lady Gaga, Beyoncé, Madonna u.v.m.). In dieser Kreation erforschen die beiden auf humorvolle und einfühlsame Weise die gesellschaftlichen Facetten der Vergänglichkeit und denken über ihre eigene künstlerische Sterblichkeit nach. Beide Künstler beeinflussen die zeitgenössische Zirkus-, Tanz- und Theaterwelt seit über 25 Jahren massgebend. In ihrer ersten Kollaboration spüren sie Stufen des Zerfalls nach und machen sich einen Spass daraus, den Mythos des «Has Beens» zu zerlegen.
Auf der Bühne zieht die Zeit Körper und Kulisse langsam in Mitleidenschaft, macht Fassaden brüchig und bringt selbst das behütetste Selbstbild ins Wanken. Verzweifelt setzen sich die Figuren zur Wehr. Sie polieren, erfasst von tragikomischer Raserei, Oberflächen und flicken Risse. Doch dem Unausweichlichen entkommen sie ebenso wenig wie den Fragen, die sich immer häufiger aufdrängen: Wie umgehen mit dem Altern? Wie relevant bleiben? Und was geschieht, wenn der letzte Vorhang fällt?
Vom Komponisten Alexandre Dai Castaing und den Musikern und Performern Kaspy N'dia und Kazutomi «Tsuki» Kozuki begleitet, erschaffen Zimmermann und Cherkaoui ein Universum, in dem Schweizer Dadaismus mit belgischem Surrealismus verschmilzt. Hier stehen die Naturgesetze Kopf und die Bewegungssprache verkehrt sich ins Skurrile. Ein absolutes Juwel der Bühnenkunst! Don’t miss.
STATEMENTS
Sidi Larbi Cherkaoui über Martin Zimmermann:
«Die Zusammenarbeit mit Martin ist enorm unterhaltsam und zutiefst inspirierend. Seine furchtlose Annäherung ans Tragikomische erzeugt eine ungeschönte Ehrlichkeit, die gut zu unserer gemeinsamen Erforschung von Bewegungen und Emotionen passt. Meine eigene Arbeit fusst im Körperlichen und der Gestik. In Verbindung mit Martins tragikomischen Figuren und seinen lebendigen Bühnenbildern ergibt sich eine dynamische Synergie. Zusammen erschaffen wir einen Ort, an dem sich Humor und Verletzlichkeit treffen, an dem sich Grenzen verschieben und eine authentische Verbindung heranwächst. Es ist mir eine Ehre, unsere Welten miteinander zu vermischen und zu sehen, wie aus unseren beiden Handschriften etwas zutiefst Menschliches entsteht.»
Martin Zimmermann über Sidi Larbi Cherkaoui:
«Ich verfolge Larbis Karriere schon seit Beginn. Wir haben zur selben Zeit und sehr jung damit begonnen, unsere eigenen Produktionen zu erarbeiten. Ich staunte über sein eklektisches Arbeiten zwischen Theater und Tanz, die choreografische Handschrift, die er entwickelte, und über seine Höhenflüge. Larbi begibt sich seit jeher in unkomfortable Zonen, um daraus Kreativität zu schöpfen. In dieser Herangehensweise an die Kunst erkenne ich mich selbst wieder. Wir tragen tief in uns drin viele Gemeinsamkeiten, die ausmachen, dass ich mich bei ihm unglaublich wohl und in meinem Schaffen verstanden fühle. Unsere Handschriften allerdings sind komplett verschieden. Das macht die anstehende Zusammenarbeit umso spannender: Ich freue mich sehr auf diese vielversprechende Reibung und den künstlerischen Austausch.»
CREDITS
Konzept, Choreografie, Inszenierung: Sidi Larbi Cherkaoui, Martin Zimmermann
Kreiert mit und interpretiert von: Sidi Larbi Cherkaoui, Martin Zimmermann, Alexandre Dai Castaing, Kaspy N’dia, Kazutomi 'Tsuki' Kozuki
Bühnenbild: Martin Zimmermann
Musik Komposition: Alexandre Dai Castaing
Künstlerische und choreografische Mitarbeit: Romain Guion
Kostüme: Susanne Boner
Dramaturgie: Sabine Geistlich
Licht design: Mark Van Denesse
Sound design: Andy Neresheimer
Movement-Coaching: Nelson Parrish Earl, Dimitri Jourde, David Lagerqvist
Technische Konzeption: Ingo Groher, Christiane Voth
Bühnenbildbau: Ingo Groher, Ateliers Théâtre Vidy-Lausanne
Motorisation Bühnenbild: Thierry Kaltenrieder
Objekt-Entwickung, -Bau: Noé Wetter
Visuelle Mitarbeit: Simeon Meier
Theatermalerin: Michèle Rebetez-Martin
Accessoires: Atelier CLSFX Paris, Eric Rihs
Licht: Jan Olieslagers, Jérôme Bueche
Ton: Franck Bourgoin, Andy Neresheimer
Stage Manager: Ueli Kappeler, Jérôme Bueche
MZ Atelier:
Administration,Vertrieb: Alain Vuignier
Internationale Produzentin: Claire Béjanin
Junior International Producer: Manon Lacoste
Technischer Leiter: Ueli Kappeler
Kommunikation und Fundraising: Zoé Richardet
Eastman:
Executive producer: Gert Van Overloop
Company manager: Ann Marcelis
Artistic associate: Stephan Laks
Production: Lars Boot
Communication: Jonas Schildermans
Produktion: MZ Atelier und Eastman
Koproduktion: Cultuurhuis de Warande, Manège Maubeuge, Scène nationale – Pôle international de production et de diffusion, Theater Casino Zug, Theater Winterthur, Kurtheater Baden, Anthéa– Antibes, L’Empreinte – Scène Nationale Brive-Tulle, Theater Rotterdam, Perpodium Antwerpen
Mit finanzieller Unterstützung des «Tax Shelter»-Programms der belgischen Bundesregierung.
Unterstützt von: René und Susanne Braginsky Stiftung
Dank an: Theater Neumarkt, Schauspielhaus Zürich, Tanzhaus Zürich, Millers Theater
Speziellen Dank an: Léone Kündig und Daniel Kündig
Premiere: 24. September 2026, Cultuurhuis de Warande, Turnhout, Belgien
Dauer: ca. 1h 15
Genre: Tanz / Theater / Zirkus
Altersgrenze: ab 12 Jahren
Martin Zimmermann / MZ Atelier wird von der Stadt Zürich Kultur, der Fachstelle Kultur Kanton Zürich und von Pro Helvetia, der Schweizer Kulturstiftung, unterstützt. Zimmermann ist Artist in Residence am Manège Maubeuge, Scène nationale – Pôle international de production et de diffusion und Associated Artist am Millers Theater Zürich.
Eastman wird von der flämischen Regierung unterstützt.
BIOGRAFIEN
Sidi Larbi Cherkaoui
Sichtbarkeit in der Tanzwelt erlangte Sidi Larbi Cherkaoui erstmals als aussergewöhnlich gelenkiger Performer in Variété-Shows, Tanzclubs und im Fernsehen. Daraufhin stiess er mit seiner Genter Kompanie «Les ballets C de la B» zu Alain Platels Iets op Bach. In dieser Umgebung erschuf Cherkaoui für das Tanzstück Rien de Rien (2000), bei dem er sowohl als Regisseur als auch als Tänzer fungierte, seine erste Gesamtchoreografie. Diese brachte ihm einen Nijinski Award ein. Zu seinen darauffolgenden bekannten Produktionen gehören d’avant (mit Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Luc Dunberry und Damien Jalet, 2002), Tempus Fugit (2004) und Apocrifu (2007). Sie alle erweiterten und festigten seine Handschrift.
Cherkaouis unstillbare Neugier gegenüber anderen Bewegungssprachen und künstlerischen Traditionen führte zu transformierenden Erfahrungen: So arbeitete er mit dem Kathak-Virtuosen Akram Khan (zero degrees, 2005), den Kampfmönchen des Shaolin-Tempels in China (Sutra, 2008), der Flamenco-Tänzerin Maria Pagés (Dunas, 2009), der Kutchpudi-Tänzerin Shantala Shivalingappa (Play, 2010), dem physischen Tanztheatermacher Wim Vandekeybus (It 3.0, 2011) und dem Aushängeschild des irischen Nationaltanzes, Colin Dunne (Session, 2019), zusammen. Den Anfangspunkt seiner Werke bildet stets die eigene Erfahrung mit der Fluidität. Cherkaoui wächst als Kind einer belgischen Mutter und eines marokkanischen Vaters zwischen zwei Kulturen auf, arbeitet beruflich als Tänzer, Choreograf, Bühnenregisseur und Komponist und somit in verschiedensten Disziplinen gleichzeitig. Er erkundet seine Identität und setzt sich im Zuge dessen mit komplexen Dynamiken zwischen Gesellschaftsgruppen, Geschlechterrollen und Glaubenssätzen auseinander. Häufig denken Cherkaouis Werke über Grenzen nach und übersetzen die Thematik der Diskriminierung in Bewegung. Während sie sich mit dem Anderssein befassen, arbeiten seine Stücke immer auch geteilte Erfahrungen heraus, woraus sich eine verbindende Wirkung ergibt.
Sidi Larbi Cherkaoui ist aktuell künstlerischer Leiter des Ballet du Grand Théâtre de Genève sowie seiner eigenen Kompanie Eastman. Zudem ist er Associate Artist am Londoner Sadler's Wells und am Théâtre National de Bretagne. Zu den vielen Auszeichnungen, die er während seiner Karriere erhielt, gehören zwei Olivier Awards, drei Tanz-Auszeichnungen als bester Choreograf (2008, 2011, 2017), der Jacob's Pillow Dance Award und der «Ultima», den die flämische Regierung für allgemeine kulturelle Verdienste vergibt.
Martin Zimmermann
Der Choreograf, Theaterregisseur, Bühnenbildner und Performer Martin Zimmermann (1970) wuchs im kleinen Dorf Wildberg (CH) auf und absolvierte nach einer Lehre als Dekorationsgestalter in Zürich die Hochschule Centre National des Arts du Cirque (CNAC) in Paris. Mit dem Diplomstück Le Cri du caméléon (1995) ging er auf Welttournee und kehrte anschliessend in die Schweiz zurück, wo er begann, sein eigenes Universum zu entwickeln. Seine Stücke werden seither weltweit aufgeführt, unter anderem im BAM New York, Tokyo Metropolitan Theater, Théâtre de la Ville Paris, Sydney Opera House, Schauspielhaus Zürich, Théâtre Vidy-Lausanne, Semperoper Dresden oder im Kunstmuseum Fondation Beyeler. Zimmermanns Bühnenbilder wurden dreimal hintereinander mit dem Swiss Design Award ausgezeichnet. 2021 erhielt Martin Zimmermann die höchste Schweizer Theaterauszeichnung, den renommierten Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart-Ring 2021.
Seit mehr als 25 Jahren erfindet, choreografiert und inszeniert er visuelles und physisches Theater ohne Worte, dessen Mischung aus zeitgenössischem Zirkus, Tanz, Theater und spektakulären Bühneninstallationen ein grosses Publikum begeistert. Kunst für alle zugänglich zu machen und sich für mehr Inklusion und Vielfalt einzusetzen, sind Themen, die ihm besonders am Herzen liegen. Für seine Stücke erschafft er bizarre und seltsame Welten, in denen Alltagsgegenstände in parallele, oft absurde Welten verschoben werden. Er bricht mit Konventionen, enthüllt das Unsichtbare, lässt das Unwahrscheinliche als wahr erscheinen und regt das Publikum zu neuen Denkweisen an. Das Kernstück seiner Arbeit ist der Dialog zwischen dem menschlichen Körper und Objekten mit Eigenleben, die er in instabilen und bedrohlichen Umgebungen aufeinandertreffen und miteinander interagieren lässt. Der Mensch in seiner ganzen Komplexität steht im Mittelpunkt seines Interesses.
Für sein Schaffen besonders aussagekräftige Werke waren Hans was Heiri (2012), Hallo (2014), das sein erstes Solo markierte, und Eins Zwei Drei (2018). Aktuell auf Tournee ist Zimmermann mit Wonderful World, das in Zusammenarbeit mit dem Choreografen Kinsun Chan und dem Semperoper-Ballett entstand; mit Danse Macabre (2021) und mit seiner letzten Kreation Louise (2024).
Alexandre Dai Castaing
Alexandre Dai Castaing ist ein französisch-vietnamesischer Komponist und wohnt in der Schweiz. Er studierte klassisches Klavierspiel in Paris sowie zeitgenössische Musik, Jazz und Drumming in Genf.
Meist arbeitet er interdisziplinär, zu seiner künstlerischen Handschrift gehört das Vermischen unterschiedlicher Genres und kultureller Einflüsse. Sein musikalisches Universum ist inspiriert von Ryuichi Sakamoto, Björk, Claude Debussy, und KODO – letzteres eine japanische Band, mit deren Mitgliedern er des Öfteren zusammenarbeitet.
Dai Castaing hat bereits für diverse künstlerische und mediale Bereiche komponiert, unter anderem für Kinofilme, Opern- und Theaterstücke, für Werbefilme, Videospiele, Zirkusvorstellungen und das Fernsehen. Inzwischen hat er über vierzig choreographische Werke geschaffen und mit prominenten Namen aus der Welt des zeitgenössischen Tanzes, des Balletts und des Hiphops zusammengearbeitet – unter ihnen auch Sidi Larbi Cherkaoui. Im Juni 2024 kreierte Dai Castaing für Greenpeace Japan einen Kunstanlass, der auf den exzessiven Gebrauch von Plastik aufmerksam machte. Zudem komponierte er für Fashion-Shows, beispielsweise die Louboutin Show IV (2023, Paris Fashion Week), fürs Stück Romeo and Juliet von Diane Paulus (2024) und für die Wahlkampf-Kampagne von François Hollande.
Zu Dai Castaings jüngsten Projekten gehören neben Romeo and Juliet Peter PAN (2024, im Auftrag von HUNGdance / National Taichung Theater in Thaiwan) und Ukiyo-e (2022, Grand Théâtre de Genève, Weltpremiere unter der Regie von Sidi Larbi Cherkaoui).
Kazutomi 'Tsuki' Kozuki
Der Performer und Sänger Kazutomi ‘Tsuki’ Kozuki wurde in Japan geboren, wo er 2004 seine Karriere als Tänzer für die Baby-Q Dance Company begann. Fasziniert von der europäischen Tanzszene, nahm er an einem Casting des belgischen Regisseurs und Theatermachers Jan Fabre teil – und tanzte daraufhin in dessen Stück Requiem for a Metamorphosis (2007). 2008 lud ihn Sidi Larbi Cherkaoui ein, Teil von Origine zu werden. Das intime Projekt wurde im Toneelhuis und in Koproduktion mit De Bijloke aufgeführt. Beide Projekte führten zu einer Tanz-Magazin-Nomination Kozukis in der Kategorie «Bester Tänzer». Daraufhin blieb Kozuki in Antwerpen, um bei Eastman als Tänzer und Creator zu arbeiten. In diesem Rahmen tanzte er in Babel(words) (2010), TeZukA (2011), Puz/zle (2012), 4D(2013), 生长genesis (2013) und Shell Shock (2014). 2015 trat er mit der Theaterproduktion Pluto, die auf der preisgekrönten Manga-Serie von Naoki Urasawa und Takashi Nagasaki beruht, im Bunkamura in Tokyo auf. Er war in Cherkaouis Opernstücken Les Indes galantes (2016) und Alceste (2019) an der Bayerischen Staatsoper zu sehen, in Satyagraha (2017) am Theater Basel und in Idomeneo (2024) am Grand Théâtre de Genève. Daneben war er Gasttänzer am Opernballett Vlaanderen (Fall, 2015), in der Göteborgs Operans Danskompani (Icon, 2016, und Stoic, 2018) und am Ballet du Grand Théâtre de Genève (Ukiyo-e, 2022).
Zudem war er Teil der Werbung Dom Pérignon x Lady Gaga: The labor of creation (2023) und von Modepräsentationen der Designer Jan-Jan Van Essche (SUNU, CYCLE, RITE) und Yuima Nakazato. Aktuell tourt Kazutomi mit den Stücken Nomad (2019), Vlaemsch (chez moi) (2022) und Ihsane (2024) und performt eines von drei Solos in 3S (2020).
Zu seinen Arbeiten für andere Künstler*innen gehören Sinbad the Sailor mit Vladimir Ivanoff's Musik-Ensemble Sarband, Noctiluque mit dem japanischen Choreografen Kaori Ito, UMBRA mit dem zeitgenössischen Flamencokünstler Fabian Thomé und der Videoclip No Light, No Light von Florence + The Machine, choreografiert von Damien Jalet. Kazutomi hat zudem für The Boatman vom belgischen Visual Artist Hans Op de Beeck gemodelt.
Kaspy N’dia
Kaspy N’dia (geboren 1983) schloss 2010 seinen Musikstudiengang am Institut National des Arts in Kinshasa ab. Bis 2012 arbeitete er mit der Orangisation Croisade Nationale Drépanocytose (CND) zusammen, um Sichtbarkeit für die Sichelzellkrankheit zu generieren und sie zu bekämpfen.
N’dia forscht zurzeit am Centre d’Etudes et de Recherches sur les Valeurs Africaines (CERVA/RDC) und ist ein Coach im Programm L'Oeuvre de Suivi, d'Encadrement et de Protection des Enfants de la Rue (OSEPER), wo er sich dem Monitoring, Mentoring und dem Schutz von Strassenkindern widmet.
2013 trat er im Stück A Season in the Congo von Aimé Césaire auf, bei dem Joe Wright Regie führte und Sidi Larbi Cherkaoui als Co-Regisseur fungierte. Mit letzterem arbeitete er auch im Rahmen von 生长genesis zusammen. Für verschiedene Stücke komponierte er zudem Musik, mit der er in der Folge live auftrat. Darunter Fractus V und 4D+ von Sidi Larbi Cherkaoui, Stoic, eine Zusammenarbeit mit der GötebogsOperans Danskompani, und Nomad.
In jüngster Vergangenheit kreierte N'dia Spiegel, ein intimes und multidisziplinäres Theaterstück über Identität und Selbstbild in einer superdiversen Gesellschaft, bei dem er zum ersten Mal selbst Regie führte. Gemeinsam mit sieben Künstler*innen aus der Musik- und Tanzwelt ging er der Frage nach, wie man sich selbst durch die Augen anderer sieht. 350 von N'dia erstellte Porträts treffen während der Performance auf Musik, Tanz und Lyrik und erzeugen so eine zutiefst persönliche wie kollektive Erzählung. Spiegel wurde am Arenberg Theatre in Antwerpen aufgeführt und bedeutet einen grossen Meilenstein in N'dias künstlerischer und persönlicher Entwicklung.
Tickets können online direkt über den Spielplan gekauft werden.
Zum Spielplan
Ticketverkauf an der Theaterkasse:
Die Theaterkasse öffnet jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.
Türoffnung:
Unsere Foyer-Bar öffnet jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.
Der Einlass startet 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Platzreservation:
Im Millers gibt es zwei Platzkategorien: 1. Kategorie sind nummerierte Plätze an Tischen, die 2. Kategorie unnummeriert
ohne Tische. In der 2. Kategorie gilt freie Platzwahl. Die Sicht auf die Bühne ist von allen Plätzen aus gut gewährleistet.
Fragen zum Ticketkauf:
Bei Fragen stehen wir euch gerne wie E-Mail zur Verfügung
tickets@millers.ch
Telefonisch erreicht ihr uns am Dienstag & Donnerstag von 10 – 17 Uhr unter
+41 44 387 99 70
Das Millers ist ein Teil des Kulturareal Mühle Tiefenbrunnen. Ihr erreicht es problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, Velo oder mit dem Auto.
Adresse:
Kulturareal Mühle Tiefenbrunnen
Millers
Seefeldstrasse 225
8008 Zürich
Mit dem ÖV:
Tram 15 und 11 oder Bus 33 bis Wildbachstrasse oder Bahnhof Tiefenbrunnen. Bahn S6 oder S16 bis Bahnhof Tiefenbrunnen.
Mit dem Auto:
Das Parkhaus und die Aussenparkplätze des Kulturareals Mühle Tiefenbrunnen sind 24h geöffnet.
Das Millers ist rollstuhlgängig. Besucher*innen mit speziellen Platzbedürfnissen reservieren wir auf Voranmeldung gerne entsprechende Plätze.
Eine genauere Wegbeschreibung / Social Stories mit Bildern & Videos findet ihr hier: Millers Wegbeschreibung
Für Fragen gerne melden bei: info@millers.ch
Miteinander und Füreinander im Millers
Ihr lieben Menschen! Damit es euch und auch allen anderen wohl ist, haben wir ein paar Dinge zur Awareness festgehalten.
Öffnungszeiten jeweils 1h vor Veranstaltungsbeginn,
Getränke dürfen mit in den Saal genommen werden.